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Ehrendes Gedenken zum 75. Jahrestag der Befreiung

08. Mai 2020

Das Aktionsbündnis "Weltoffenes Werder" hatte zum 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus zum Gedenken am sowjetischen Ehrenmal auf dem neuen Friedhof in Werder aufgerufen. Der Ortsverband DIE LINKE Werder (Havel) organisierte die tradionelle Kranzniederlegung am wiederhergestellten sowjetischen Ehrenmal.

Wegen der aktuellen Lage konnten sich nur 50 Personen unter Beachtung der Abstandsregeln versammeln. Ein Trompeter des Brandenburgischen Polizeiorchesters sorgte für eine dem Anlass entsprechende musikalische Umrahmung. Es sprachen die Vorsitzende des Ortsverbandes DIE LINKE Christiane Fritzsche, die Bürgermeisterin Frau Manuela Saß und für das Aktionsbündis Frau Astrid Görn-Eckard. Irina Günther verlas die Namen aller hier bestatteten sowjetischer Soldaten und Bürger.  

Die Gedenkstätte, die Ende August 2018 Opfer von bislang nicht aufgeklärten rohem Vandalismus wurde, wurde durch das Potsdamer Restaurierungsatelier Tom Zimmermann restauriert. Die beiden Inschriftenplatten - eine war völlig zerstört - wurden rekonstruiert, die Inschriften mit den Namen der Opfer wurden silberfarben eingelegt. Ebenso wurden weitere Bauteile des Denkmals repariert und auch der große Kunststein-Stern gereinigt und überarbeitet. Von den 31 Menschen, die hier ihre letzte Ruhestätte fanden, sind 28 Namen bekannt. Unter ihnen befindet sich auch ein Kind. Die Gedenkstätte gehört zu den über 4000 Standorten in Deutschland, an denen sich Gräber sowjetischer Kriegsopfer des Zweiten Weltkriegs und ihnen gewidmeter Denkmale befinden. Das Sowjetische Ehrenmal wurde nach dem Krieg für die Befreier der Stadt Werder errichtet.