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DIE LINKE übernimmt über zwei Stolpersteine eine Patenschaft

15. Oktober 2014

Der Landtagsabgeordneter der Fraktion DIE LINKE, Dr. Andreas Bernig, und DIE LINKE in Werder unterstützen die vom Künstler Gunter Demnig gestalteten Mahnsymbole – als Lebensspur. Sie übernehmen jeweils eine Patenschaft über einen Stolperstein.

Die vielen Anstrengungen der Arbeitsgruppe Stolpersteine und des Bürgerbündnisses KURAGE aus Werder haben sich gelohnt. Am 15. Oktober 2014 konnten nach sieben Jahren intensiver Arbeit die ersten acht Stolpersteine in Werder und Glindow verlegt werden. Die Enkel der Familie Olschowski, Petra Diederich und ihr Bruder Ralf Olschowski aus Thüringen, haben sich in bewegten Worten bei den Werderaner Bürgen dafür bedankt.

Durch diese, äußerst erinnerungswürdige Initiative sollen die Opfer, die durch die vor 80 Jahren an die Macht gekommenen Nazis brutal ermordet wurden, ein Gesicht bekommen. In einer Zeit, in der bundesweit ein Anstieg rechtsextremer Straftaten zu verzeichnen ist, kommt es darauf an, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger, die gesamte Gesellschaft noch aktiver mit allen rechtsextremistischen Erscheinungen und Handlungen im Alltag auseinandersetzen.

Der größte deutsche Dichter des 20. Jahrhunderts, Bertolt Brecht schrieb 1952 in diesem Zusammenhang: „Lasst uns das tausendmal Gesagte immer wieder sagen, damit es nicht einmal zu wenig gesagt wurde! Lasst uns die Warnungen erneuern, und wenn sie schon wie Asche in unserem Mund sind!“ Um zu erinnern und zu warnen, dass solche Verbrechen die einst im Namen Deutschlands begangen wurden niemals vergessen werden dürfen, sind Stolpersteine unser tausendmal Gesagtes.

 
Renate Vehlow

 

Gunter Demnig beim verlegen am Haus Brandenburger Straße 20
Stolperstein zum Gedenken an Ruth Olschowski und Hans-Peter Olschowski
Verlegung am Haus Torstraße 3, dem "Café Jacob"
Schüler trugen aus den Lebensgeschichten der Ermordeten vor
Stolpersteine zum Gedenken an Käthe Jacob und Kurt Jacob
Verlegung am Haus Schwalbenbergweg 27
Stolpersteine zum Gedenken an Walter Johann und Helene Guttsmann
Verlegung an der Klaistower Straße 68
Stolpersteine zum Gedenken an Resi und Hans Siegfried Salomon

 

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