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Gedenkenken an die Opfer das Nationalsozialismus

27. Januar 2019

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag. Anlässlich dieses Tages legten Mitglieder und Sympathisanten des Ortsverbandes DIE LINKE Werder (Havel) am Gedenkstein für die Opfer des Faschismus und auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof Gebinde nieder, ganz im Sinne der Worte des Alt-Bundespräsidenten Roman Herzog, der bei der Proklamation dieses Gedenktages sagte: „Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen.“

An die am sowjetischen Ehrenmal auf dem Werderaner Friedhof versammelt Mitglieder und Sympytisanten richtet Hans-Joachim Eiternick die folgende kurze Ansprache:

Verehrte Anwesende,

Wir sind heute hierhergekommen, um des 74. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee zu gedenken.

Ortsnahmen wie Auschwitz, Treblinka und Bergen-Belsen stehen symbolisch für die Hölle auf Erden. Wir Heutigen können uns die unsagbaren Grausamkeiten, die dort begangen wurden, kaum noch vorstellen.

Warum aber waren diese überhaupt noch möglich? Die Wahrheit ist, all das geschah nicht im luftleeren Raum. Ermöglicht wurde es damals auch durch Freunde, Nachbarn und Angestellte, die durch Wegsehen, Feigheit und Denunziation diesen industriemäßigen Massenmord möglich gemacht haben. Das gilt auch für viele der damaligen Bewohner Potsdams und dessen Umlandes, die dieses System mittrugen.

Aus dieser Erkenntnis heraus sollten wir zu jeder Zeit und bei jeder Gelegenheit unseren konsequenten Antifaschismus in die zunehmend von rechten Tendenzen infiltrierte Gesellschaft hineintragen mit den Unentschlossenen und verunsicherten immer wieder reden und den Unbelehrbaren konsequent entgegentreten.

Wir müssen durch die standhafte Haltung aller Menschen guten Willens alles unternehmen, die demokratischen Grundlagen unseres Landes vor Schaden und Aushöhlung zu bewarfen. Das ist eine wesentliche Lehre aus unserer Geschichte, die wir nicht nur zu bewahren haben, sondern auch zukünftigen Generationen weitergeben müssen.

Zu Ehren aller Opfer der nationalsozialistischen Diktatur bitte ich Sie um eine Minute stillen Gedenkens.

 

Leider sind die Spuren des Vandalismus immer noch nicht beseitigt.

 

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